Köln | Brakel | Gummersbach

Unterrichtskonzept

1. Philosophie

Jahrhunderte lang bestand kein Zweifel daran, dass das Ziel der japanischen Kriegskünste (Bujutsu) dem effektiven Töten diente.

Konfrontiert mit der lähmenden Kraft der Angst auf dem Schlachtfeld sahen die adligen Krieger (Samurai) jedoch die Notwendigkeit einer geistigen Schulung.

Zentraler Bestandteil dieses Mentaltrainings war die Meditation, Atem- und Körperübungen und Kognitives Verhaltenstraining. Ziel war das Erreichen eines furchtlosen Zustandes.

In diesem Zustand verschwindet jegliche Form von Angst und Leid und es entsteht innere Ruhe, Klarheit und Gelassenheit.


Aus dem vormals brutalen Bujutsu entstand somit das Bushido, der Weg des furchtlosen Kriegers.

Das Ziel dieser Friedenskunst diente nicht mehr dem Töten, sondern der Realisierung eines in sich selbst ruhenden, selbstbewussten Menschen.

 

Judo für Kinder

 

2. Geschichte

2.1 Die Entstehung des Judo

Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte der Japaner Prof. Jigoro Kano aus dem Jiu-Jitsu und dem Yaware seine Kampfkunst Judo.

Er entfernte die oftmals immer noch brutalen und tödlichen Techniken aus diesen Systemen.

Dadurch entstand eine neue Methode, mit der gefahrlos die Prinzipien des Bushido gelehrt werden konnten.

Er verstand Judo als ein soziomotorisches System zur Persönlichkeitsentwicklung und Bewältigung des eigenen Lebensweges.

Was bedeutet Ju-Do?

Ju-Do besteht aus zwei Silben.

Die Silbe JU steht für sanft. Sanftheit, nicht im Sinne von Schwäche, sondern als das Nicht-Vorhanden-Sein von übermäßiger Spannung und Angst. Es bedeutet demnach soviel wie Flexibilität, Elastizität, Stärke, Mut und inneres und äußeres Gleichgewicht. Dafür wird oftmals das Bild des Bambus benutzt. Diese Pflanze ist sowohl beweglich als auch fest verwurzelt und stabil.

DO bedeutet Weg oder Disziplin.

Der Weg ist das Ziel heißt eine östliche Weisheit.

Es geht beim Judo nicht darum ein fernes Ziel zu erreichen, sondern das Erlernte im alltäglichen Leben zu praktizieren.

Die Prinzipien des Judo lauten:

Kano formulierte zwei wesentliche Prinzipien des Judo:

1.) Bester Einsatz von Körper und Geist.

2.) Durch gegenseitiges Helfen zum beiderseitigem Wohlergehen.

Diese Prinzipien sollen nicht allein dem Erlernen der Judotechniken dienen, sondern universal auf alle Aspekte des menschlichen Lebens angewendet werden können.

 


Judo für Kinder

2.2 Die Entwicklung des Judo zum Wettkampfsport

Nach Kanos Tod im Jahr 1938 verbreitete sich das Judo auf dem ganzen Globus.

Aus einer, der deutschen Turnerbewegung ähnelnden Bewegungskunst mit erzieherischen, charakterbildenden Intentionen, entwickelte sich über die Jahrzehnte, im Zuge der globalen Versportlichung, ein moderner Wettkampfsport.

Die mit diesem Konzept entstandene Leistungs- und Vergleichsorientierung, sowie der einseitige Schwerpunkt auf den Erwerb sportlicher Kampftechniken entspricht weder den Prinzipien des Bushido, den Intentionen Kanos noch einer modernen, auf Dialog, Verständigung und ganzheitlicher Entwicklung ausgelegten Erziehung.

Das moderne Wettkampfjudo hat seinen legitimen Platz in unserer auf Leistung ausgelegten Gesellschaft. Das folgende Zitat von Frank Wieneke (Olympiasieger, Bundestrainer und Träger des  6. Meistergrades) lässt jedoch erahnen, dass Judo per se nicht als erzieherisch wertvoll bezeichnet werden darf ...

„Als ich anfing mit Judo, als ich die ersten Wettkämpfe gemacht habe, da habe ich sofort gesagt: Das soll der sanfte Weg sein? Niemals, das ist eine Schweinesportart, das ist ne richtige Kloppersportart....

Ich bin als Wettkämpfer immer ein Schwein gewesen. Wenn ich auf der Matte gekämpft habe, habe ich meinen Gegner weh getan, ich habe meinen Gegnern teilweise die Finger gebrochen, ich habe denen zwischen die Beine gefasst und ins Auge gestochen. Das ist so. Ich habe überhaupt keine Skrupel gehabt.

Mein Gegner war für mich immer nur ein Gerät, das war nie ein Mensch für mich, den habe ich nie als Mensch gesehen, der hat schreiend vor mir liegen können...

Ich hatte auch Leute im Armhebel und habe die soweit durchgezogen, bis ich die Sehnen habe zischen hören. Das hört man, wenn man den Arm so durchstreckt, zwischen den Armen und zwischen den Beinen, das zischt richtig. Pomm, pomm geht das.

Ich habe auch Leute abgewürgt, bis sie ohnmächtig dalagen (WIENEKE 1994, 181 ff).

(Quelle: Wieneke, Frank: Der sanfte Weg. In: Thränhardt, Carlo: Helden auf Zeit. Gespräche mit Olympiasiegern. Köln 1994, S.179 -195)


Judo für KinderJudo für Kinder

2.3 Die Entstehung der JudoSpielpädagogik

Josef Gaal, 1943 in Siebenbürgen mit deutsch-ungarischer Abstammung geboren, studierte nach Abitur und Ausbildung als klinisch-technischer Assistent Sonderpsychopädagogik in Klausenburg und Sport an der Sporthochschule Bukarest mit Spezialisierung „Judo“.

Seit 1961 war er aktiver Judoka und seit 1971 als Judolehrer (6. Meistergrad) hauptberuflich tätig. Bis 1978 war er rumänischer Nationaltrainer und Mitglied der technischen Kommission für Hochleistungssport.

1983 flüchtete er nach Deutschland, wo er von 1985-1987 hauptamtlich für den Nordrhein-westfälischen Judoverband tätig war.

Neben seiner Arbeit im Leistungssport waren weitere Schwerpunkte die judopraktische Tätigkeit mit Behinderten.

Er war der Erste, der eine behindertenspezifische Judomethodik entwickelte.

Nach Weiterbildungen in Pädagogik, Psychotherapie, verschiedenen Methoden der Energiearbeit und der Meditation erkannte er die spirituelle Essenz der Kampfkünste.

Zeitgemäß konnte er so die Grundgedanken des Bushido in sein Judo übertragen.

Er taufte diese neue Methode JudoSpielpädagogik.

Aus diesem Grund verabschiedete Josef Gaal sich vollkommen vom Wettkampf- und Leistungssport.

Im Jahre 1994 eröffnete er seine eigene Schule für in Wuppertal, die er bis zu seinem Tode im Jahr 2004 mit sehr großem Erfolg leitete.


Judo für KinderJudo für Kinder

2.4 Die Weiterentwicklung der JudoSpielpädagogik

Christian Sonnenschein war 5 Jahre Meisterschüler von Josef Gaal und ist seit dessen Tod sein Nachfolger und einziger hauptberuflich lehrender JudoSpielpädagoge.

Josef Gaals Lebenswerk in seiner Grundkonzeption respektierend, erweitert und modifiziert der Persönlichkeitstrainer die Methode kontinuierlich, um die JudoSpielpädagogik für die wahren Bedürfnisse von Kindern zu optimieren.

Neben Ausbildungen und intensiver Selbsterfahrung in verschiedenen Kampfkünsten, Entspannungstechniken und Energiearbeit absolvierte Christian Sonnenschein Fortbildungen in verschiedenen humanistischen, hypno-systemischen tiefenpsychologischen und kognitiven Psychotherapieverfahren.

Aus diesem breiten Methodenportfolio entwickelte er das „Mentale Judo“.

Es ist ein kindgerechtes Mentaltraining und bewährt sich bereits seit dem Jahr 2004 als Stressreduktion und -prävention im Grundschulalter erfolgreich in der Praxis.

Im Laufe der letzten 10 Jahre entwickelte Christian Sonnenschein die JudoSpielpädagogik kontinuierlich weiter.

Er verabschiedete sich vollkommen von dem klassischen Prüfungssystem und erschuf einen intuitiven Lehr- und Lernansatz. Dieses Konzept basiert auf neurobiologischen Erkenntnissen über die Selbstorganisation organischer Systeme.

Er geht davon aus, dass elementare „Kampftechniken“ im kollektiven, archaischen Zellbewusstsein als Bewegungserinnerung abgespeichert sind.

Im spielerischen Kampf können die damit verbundenen Ur-Kräfte aktiviert, sinnvoll kanalisiert und transformiert.

Eine weitere wichtige Erweiterung ist der kindgerechte Einsatz von Ki-Übungen aus dem Aikido und dem Qi-Gong. Das sind embodimentbasierte Techniken, um bewusst Lebensenergie (jap.: Ki) zu aktivieren und zu lenken.

Die Kinder erfahren spielerisch welche verborgenen Kräfte in Ihnen stecken und selbst schwächere Kinder erleben einen dadurch einen Zuwachs an Selbstvertrauen.

Christian Sonnenscheins Erfahrungen als Kinder- und Körpertherapeut geben ihm die Möglichkeit Traumatisierungen, seelische Blockaden und Ängste, die die Kinder mitbringen zu erkennen und aufzufangen.

Judo für Kinder

 

3. Didaktik/ Methodik

3.1 Kindgerechtes Judo

Die JudoSpielpädagogik vermittelt Kindgerechtes Judo (kurz: KiJudo) durch eine innovative Didaktik auf Grundlage jüngster Erkenntnisse der Gehirnforschung und der Entwicklungspsychologie.

Durch die Integration unterschiedlichster Konzepte und Methoden aus den Bereichen Bewegungserziehung, Körperarbeit und Pädagogik lernen Kinder von 5-12 Jahren Judo auf alters- und entwicklungsgerechte Weise.

 

3.1.1 Das Spiel als natürliche Form des Lernens

Anstelle des herkömmlichen, leistungsorientierten Judounterrichts tritt im KiJudo das Spiel als natürlichste Form des menschlichen Lernens.

Verbunden mit einer vertrauten äußeren Struktur (Rituale, Regeln, Konsequenzen) entsteht eine stressfreie Atmosphäre – die Basis für Lernen und Entwicklung!



 

3.1.2 Induktive Lehrmethode

Die Judotechniken werden nicht im klassischen Sinne durch reines Bewegungskopieren (deduktiv) vermittelt, da diese Form des Lernens für Kinder im Grundschulalter aus neurophysiologischer Sicht ungeeignet ist.



Vielmehr werden den Schülern bildhafte Bewegungsaufgaben und Anregungen angeboten (induktiv), um eigene kreative Lösungen zu finden.

Dieser Lernansatz entspricht der ursprünglichen Funktion des menschlichen Gehirns als Lösungserfinder und nicht als reines Wissensspeichermedium.

3.1.3 Sanfte Techniklehre

KiJudo verzichtet vollkommen auf Schlag-, Tritt-, Hebel- und Würgetechniken und Würfe in der Feinform, da Kinder noch nicht in der Lage sind ihre Kraft genau zu dosieren.



Als altersgerechter Ansatz legt KiJudo Wert auf die Vermittlung von Bewegungsprinzipien und das Erlernen der Grobform möglichst vieler Übungsformen.



In der „sanften“ KiJudo-Methodik liegt der Schwerpunkt auf den wertschätzenden, schützenden Umgang mit dem Partner und sich selbst, um Verletzungen zu vermeiden und Empathie zu schulen.



Die Wurftechniken sind so modifiziert, dass der Partner die Kontrolle über sein Fallen hat.

Das Fallen aus größerer Höhe, wie dies im klassischen Judo praktiziert wird stellt unserer Erfahrung nach eine zu hohe Verletzungsgefahr für den im Wachstum befindlichen kindlichen Organismus (Gelenke, Knorpel, Bänder und Muskeln) dar. 



3.1.4 Senso-motorisches Grundlagentraining

Der Aufbau der Techniklehre orientiert sich an der frühkindlichen Bewegungsentwicklung (vgl. Emmi Pickler).


Durch den konsequenten Aufbau der Methodik von der Rücken- und Bauchlage bis zum freien, aufrechten Gang erhalten die Kinder ein Grundlagentraining für alle Bereiche der motorischen Entwicklung und der sensorischen Integration.

Dadurch können Entwicklungsverzögerungen nachgeholt und Teilleistungsstörungen ausgeglichen werden.
Psychomotorische Übungen und "Gehirngymnastik" helfen dabei Gehirn und Körper besser zu integrieren



3.1.5 Philosophie in Bewegung



Die Techniken sind weder als Selbstzweck, Selbstverteidigung oder Wettkampftechnik gedacht, sondern vermitteln unmittelbar die Philosophie der Kampfkünste als Weg des friedvollen Kriegers.



Im Sinne einer Körperverhaltenstherapie lernen die Schüler innere und äußere Haltungen zu verbinden und jenseits von Opfer und Täter aus der inneren Mitte heraus agieren zu können, anstatt reagieren zu müssen.

 

Judo für Kinder

 

3.2 Mentales Judo

Mentales Judo hilft dabei innere Ruhe trotz Stress zu entwickeln, fördert das Selbstbewusstsein, die Fähigkeit zur Entspannung und die Kraft der Konzentration für Lern- und Leistungsfähigkeit.


Mentales Judo wurde von Christian Sonnenschein speziell für Kinder von 5 bis 12 Jahren entwickelt und wird exklusiv im Rahmen der JudoSpielpädagogik unterrichtet.

 


 

3.1.1 Elternsorgen: Ein Drittel der Grundschüler leidet unter Stress 



Demnach klagt jeder dritte Zweit- und Drittklässler über Stress. Bereits ein Viertel von ihnen fühlt sich oft oder sogar sehr oft gestresst. Zwei Drittel dieser Kinder leiden dabei vor allem unter der Schule. (Quelle: Zeit Online)



Stresssymptome:

Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen: (Ein)Schlafprobleme, Albträume, Rückenschmerzen, Essstörungen wie Appetitlosigkeit, aber auch übermäßiger Hunger, Aggressionen, Panikattacken und Angstzustände oder sogar Rückzug in sich selbst, Niedergeschlagenheit, Gereiztheit, Nervosität, Konzentrationsprobleme, Plötzliches Absacken der schulischen Leistungen, Veränderung im Verhalten, vermindertes Selbstwertgefühl



Stressauslöser:

Hausaufgaben, Klassenarbeiten und Tests, schlechte Noten,  Ärger, Streit und Reibereien, Mobbing, Stress in der Familie

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Stress und seine Folgeerkrankungen eine der größten Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhunderts.

Herzinfarkt, Schlaganfall, Hörsturz, Migräne, Diabetes, Magen- und Darmerkrankungen, Allergien oder Depressionen können Folgeerkrankungen von Stress sein. 



Umso wichtiger ist es, Kinder vor negativen Stressfolgen  zu bewahren. Denn den besten Schutz vor stressbedingten Krankheiten haben Menschen, die schon früh Strategien gegen Stress entwickelt haben.

Durch Kindgerechtes Judo können Kinder erfolgreich körperlichen Stress abbauen. Mit Mentalem Judo haben sie ein erprobtes Werkzeug, um in belastenden Situationen gelassen zu begegnen.



Diese Persönlichkeitsschulung basiert auf der Philosophie der Kampfkünste als Weg des friedvollen Kriegers, neurowissenschaftlichen und tiefenpsychologischen Erkenntnissen über die Wirkung der Imagination auf emotionale, körperliche und soziale Prozesse.



Unterstützt wird das Imaginationstraining durch die Anwendung effektiver körperenergetischer Übungen wie Atemtechniken, Akupunkturmassage, Körperübungen sowie Selbsthilfetechniken aus der Kinesiologie, dem Yoga und den Kampfkünsten. 





Mentales Judo vermittelt folgende sozial-emotionale Schlüsselqualifikationen, die helfen dem Alltag gelassen zu begegnen:



• Psychischer Schutz bei verbalen und nonverbalen Übergriffen




• Stärkung des Selbstbewusstseins und Angstabbau



• Gewaltprävention und Anti-Mobbing-Training



• Konzentrationstraining zur Steigerung der Lern- und Leistungsfähigkeit



• Stressprävention und Entspannungsschulung


• Wutanfälle kontrollieren lernen innere Ruhe finden



 

3.1.2 Wissenschaft


Das Gehirn kann nicht zwischen äußerlichen und imaginierten Phänomenen unterscheiden. Externe Wahrnehmungserlebnisse haben die gleichen physiologischen und psychischen Effekte wie innere Bilder und Gedanken – positiv wie negativ!

Mentales Judo macht sich diese Erkenntnisse zu nutzen und setzt bewusst positive, stärkende und schützende Bilder an die Stelle von meist unbewusst ablaufenden belastenden, problemfokussierten, negativen Phantasien.

Ziel des Mentalen Judo ist es, mit Hilfe aktiver Visualisierung innere und äußere Konflikte friedvoll zu lösen, emotionales Gleichgewicht zu finden und persönliche Potentiale zu entfalten, um ein erfolgreicheres, gesünderes und glücklicheres Leben zu genießen.

Jüngste Forschungsergebnisse aus der Gehirnforschung, der Biologie und der Quantenphysik belegen eindrucksvoll die Wirkungen dieser Jahrhunderte alten „Geisteswissenschaft“.

 

Mentaltraining für Kinder

 

4. Elternratgeber: Kampfsport für Kinder 

Kinderärzte, Psychologen und Lehrer sind sich einig: Kampfsport ist gut für Kinder.

Kampfsport stärkt das Selbstbewusstsein, schult die Konzentration, gleicht senso-motorische Entwicklungverzögerung aus und ist die perfekte Gewaltprävention.

Ja, das stimmt,

aber nur dann, wenn Kampfsport KINDGERECHT vermittelt wird.

Klassisches Kampfsporttraining stellt oftmals körperlich und kognitiv eine Überforderung dar und kann dem kindlichen Organismus mehr Schaden als Nutzen bringen.

Die im Kampfsport in der Regel praktizierte Lehrmethode des Bewegungskopierens (Vormachen/Nachmachen) ist die für erwachsene Gehirne geeignet Form.

Kinder lernen nicht analytisch, sondern intuitiv, erforschend, am besten auf spielerische Weise. Die klassischen Kampftechniken sind motorisch eine fast unmögliche Herausforderung für Kinder bis 12 Jahren, was zu technisch fehlerhafter Ausführung führt und damit nicht mehr die eigene und die Sicherheit des Partners gewährleistet.  

4.1 Wann ist Kampfsport kindgerecht?

 

4.1.1 Kinder lernen im Spiel und durch Spiel

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen.

Erst wenn das Einüben der Techniken in einem spielerischen Rahmen statt findet ist das SINNVOLL und entwicklungsgerecht.

Judo für Kinder

 

4.1.2 Erforschen statt kopieren

Klassische Kampfkunst ist analytisch und wird durch „Vormachen / Nachmachen“ erlernt.

Kinder können aus gehirnphysiologischen Gründen so nicht lernen.

Kindgerechte Kampfkunst bietet Raum für das Erforschen des individuellen Bewegungsspektrums.

In diesem Raum können auch neue Techniken und Variationen ENTDECKT werden.

 


Judo für Kinder 

 

4.1.3 Bewegungsideen statt das Erlernen der „Feinform“
Kinder sollen ein breites Repertoire an grundlegenden Bewegungsmustern und kampfkunstspezifischen Bewegungen erlernen.

Erst wenn ein Kind sicher laufen, springen, hüpfen und balancieren kann, ist es bereit Kampftechniken in der "Grobform" zu erlernen.

In der Jugend kann dann die „Feinform“ einer Technik gemeistert werden.

 


Judo für Kinder 

4.1.4 Bildhaft statt analytisch

Kinder lernen über Bilder und Geschichten.

Wenn zwei Bärenkinder einander umarmen und sich gegenseitig schlafen legen, wird die Idee, sprich das Ganze sofort BEGRIFFEN.

Meisterhafte kindgerechte Kampfkunst bedient sich einer imaginativen und einfachen Sprache.

 


Judo für Kinder 

4.1.5 Verzicht auf Schlag- , Tritt-, Hebel und Würgetechniken

Alle gefährlichen Techniken sollten Kinder bis zur Pubertät nicht lernen, um sich selbst und andere vor Verletzungen zu schützen.

Falsch ausgeführte Schläge und Tritte können Knorpel, Gelenke und Faszien schädigen.

 

Durch eine gebrochene Nase wird schnell das ursprüngliche Opfer zum Täter.

 


Judo für Kinder 

4.1.6 Sanfte Fallschule

Das Fallen aus großer Höhe ist ebenfalls schädlich für den kindlichen Organismus.

Fallübungen sollten so modifiziert sein, dass der Fallende niemals die Kontrolle über sich verliert.

Im Idealfall fangen die Übungen in der Bauchlage an und werden spielerisch erlernt.

 


Judo für Kinder 

 

4.1.7 Keine Prüfungen

Gürtelprüfungen sind eine Erfindung der großen Verbände, um Geld in die Kassen für Pässe, Urkunden und Gürtel fließen zu lassen.

Eine Prüfung kann immer nur den äußerlichen Stand messen und nicht die innere Entwicklung.

 

Da es um das Erlernen von Prinzipien und Bewegungsideen sind Prüfung erst sinnvoll ab der Pubertät.

 


Judo für Kinder 

 

4.1.8 Keine Wett-Kämpfe

Wir leben in einer leistungs- und vergleichsorientierten Gesellschaft.

Wollen Sie, dass ihr Kind auch in seiner Freizeit da mitspielt?

KampfSPORT hat seinen legitimen Platz, führt aber die geistigen Werte der KampfKÜNSTE ad absurdum.

Da immer nur ein Kind auf dem Siegerpodest ganz oben stehen kann, frustriert dies alle anderen Kinder schwächt das authentische Selbstbewusstsein.

 


Judo für Kinder 

 

4.1.9 Qualifikation des Lehrers

Ein Schwarzer Gürtel ist lediglich ein Indiz dafür, dass jemand die äußere Technik erlernt hat und keine Qualifikation als Lehrer – schon gar nicht als Lehrer für Kinder.

Um Kinder kindgerecht unterrichten und in ihrer Entwicklung fördern zu können, bedarf es einer pädagogischen, im Idealfall auch einer therapeutischen Grundqualifikation, langjährige Erfahrung und menschliche Reife!

 


Judo für Kinder 

 

4.1.10 Kampfsport ist per se keine Persönlichkeitsschulung

Das Üben von Kampftechniken schult nur bedingt die Persönlichkeit des Schülers.

Erst durch die Vermittlung altersgerechter Mentaltechniken wird das Selbstbewusstsein gestärkt.

Die Kinder sollten lernen diese Techniken im Alltag zu nutzen, um Konflikte friedvoll zu lösen und in Stresssituationen ruhig und leistungsfähig zu bleiben.

Die JudoSpielpädagogik setzt diese Erkenntnisse konsequent in der Praxis um.

Mit Christian Sonnenschein als erfahrenen Kinderjudolehrer ist Ihr Kind in sicheren Händen und lernt Judo auf gesundheitsförderliche und kindgerechte Weise.

Geistiges Judo

KÖLN

INFO-FLYER

Probetraining

Mobil: 0173 - 899 15 10

Am besten errreichen Sie Christian Sonnenschein Mo.-Fr. von 9 - 13 Uhr.

Falls nicht, sprechen Sie auf seinen freundlichen Anrufbeantworter. Er ruft sie gerne zurück.

Judo für Kinder
 

Erfahrungsbericht über Simon (7 Jahre) von seinen Eltern


Um unseren Sohn (7 Jahre) für den Umgang mit körperlichen Auseinandersetzungen (vor allem in der Schule) zu wappnen, wurde uns Judo empfohlen.

Nachdem er bei einem klassischen Judo-Sportverein nach kurzer Zeit das Handtuch warf, hatten wir große Zweifel, ob wir ihn zu einem erneuten Anlauf bewegen können würden. Ein Freund hat uns einen Besuch bei Christian Sonnenscheins Judoschule ans Herz gelegt.

"Dort wird Judo auf eine - für uns Eltern ganz neue - Art und Weise praktiziert: spielerisch und kindgerecht, dabei nimmt Christian zu jedem einzelnen Kind einen klaren Kontakt auf.

Diese Atmosphäre hat unserem Sohn (und uns) sehr gefallen. Seit nun einem halben Jahr geht unser Sohn ausnahmslos gerne zum Judo und kommt entspannt und ausgeglichen zurück.

In der Familie erleben wir jetzt häufiger, dass unser Sohn alte Trotz-Verhaltensmuster überwindet.

Wir sind froh, dass wir Christian Sonnenscheins Judoschule entdeckt haben.